Ich arbeite seit einigen Jahren mit dem Konzept der UX Bedürfnispyramide. Ich weiß nicht, wo ich sie zum ersten mal gesehen habe, aber die Idee ist abgeleitet von der maslowschen Bedürfnispyramide und ist für mich ein hilfreiches Modell.
So wie Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben, haben auch Produkte unterschiedliche Ebenen von Anforderungen. Und wie bei Maslow gilt auch hier: Wenn die Basis nicht erfüllt ist, wird alles darüber zweitrangig.
Wenn ein Produkt kein echtes Problem löst, ist es egal, wie schön es ist.
Wenn es nicht verlässlich funktioniert, hilft auch die beste Usability wenig.
In den letzten Monaten habe ich oft über meinen zukünftigen Tech Stack nachgedacht. Eine Frage, die dabei immer wieder auftaucht: Brauche ich React vielleicht doch?
Mit Blick auf die Bedrüfnispyramide ist meine Antwort: Meistens nein.
Für die Art von Produkte, die ich bauen möchte, hilft React vor allem auf der obersten Ebene. Es kann komplexe, interaktive Oberflächen ermöglichen und dadurch emotional ansprechend wirken.
Aber dort beginnt die Pyramide nicht.
React macht Entwicklung oft langsamer und die technische Basis komplexer. Dadurch wird es schwerer, schnell herauszufinden, ob ein Produkt überhaupt ein echtes Problem löst. Es wird schwieriger die Bedienbarkeit zu testen und zu schnell zu optimieren. Und es wird auch schwieriger, es technisch verlässlich zu bauen.
Natürlich gibt es Produkte, die eine komplexere Frontend-Anwendung brauchen. Miro, Figma oder Notion sind gute Beispiele. Für viele andere Produkte ist diese Komplexität aber nicht notwendig.
Viele Interaktionen lassen sich auch mit einfacheren Technologien gut umsetzen. Und oft ist für die emotionale Wirkung ohnehin das generelle Design wichtiger, als das Framework.
Ich habe für mich deshalb entschieden, Technologie nicht danach auszuwählen, wie spannend sie ist, sondern danach, wie gut sie mir hilft, meine Ziele zu erreichen.
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